Zur Taufe wird anders geschenkt als zum Geburtstag. Es soll bleiben, es soll bedeuten, und oft soll es das Kind später einmal in der Hand halten. Das ist ein schöner Gedanke — und der Grund, warum in vielen Familien ein Silberbesteck in einer Schublade liegt, das nie jemand benutzt hat.
Die Frage ist also nicht, ob man etwas Bleibendes schenkt, sondern was bleibt, weil es benutzt wird. Beides schließt sich nicht aus.
Die drei Arten von Taufgeschenken
Das Symbolische. Taufkerze, Kette, ein Buch mit Widmung. Es geht um die Bedeutung, nicht um den Nutzen — und das ist völlig in Ordnung. Wichtig ist nur, dass es nicht zehnmal kommt. Eine Taufkerze reicht.
Das Finanzielle. Sparbuch, Depot, ein Betrag für später. Unromantisch, aber von allen Geschenken dasjenige, über das sich das Kind mit achtzehn am ehesten freut. Wer sich unsicher ist, was er schenken soll, liegt hiermit selten falsch.
Das Praktische. Was in den nächsten Monaten tatsächlich gebraucht wird. Das klingt weniger festlich, entlastet die Eltern aber am meisten — gerade beim ersten Kind, wo vieles gleichzeitig gebraucht und angeschafft wird.
Was Eltern im ersten Jahr wirklich brauchen
Ein Täufling ist meistens ein paar Monate alt. Was in diesem Alter zählt, ist Schlaf — für das Kind und für die Eltern. Alles, was dabei hilft, wird benutzt, und zwar täglich.
Das Unangenehme daran: Genau diese Dinge sind oft teuer und nur wenige Monate im Einsatz. Eine Federwiege etwa begleitet die ersten Monate und ist danach raus. Für so etwas ist ein Gemeinschaftsgeschenk der Paten und Großeltern sinnvoller als vier Einzelgeschenke — oder man mietet es für die Zeit, in der es gebraucht wird, statt es zu kaufen und danach zu verkaufen.
Was Paten oft übersehen
Wie ihr euch untereinander abstimmt
Bei einer Taufe schenken selten mehr als zehn Menschen — aber fast alle wollen etwas Besonderes beitragen, und niemand mag fragen, was die anderen vorhaben. Das ist die klassische Konstellation für doppelte Geschenke.
Am einfachsten legen die Eltern eine Liste an und teilen sie mit den Gästen. Wer etwas übernimmt, markiert es; für alle anderen ist es weg. Wir haben dafür LittleWishes gebaut — die Liste lässt sich als Link teilen, ohne dass jemand etwas installieren muss.
Fazit
Zur Taufe darf man ruhig etwas Bleibendes schenken. Am längsten bleibt aber, was benutzt wurde — das Sparbuch, das später etwas ermöglicht, oder das Ding, an das sich die Eltern erinnern, weil es in einer anstrengenden Zeit geholfen hat. Beides setzt voraus, dass sich die Schenkenden vorher kurz abstimmen.
Wie viel gibt man üblicherweise zur Taufe?
Eine feste Regel gibt es nicht, und sie hängt stark von der Nähe zur Familie ab. Paten schenken traditionell etwas mehr als andere Gäste. Wichtiger als der Betrag ist, dass sich niemand unter Druck gesetzt fühlt.
Was schenkt man als Pate?
Traditionell etwas Symbolisches oder Finanzielles — Kerze, Kette, Sparanlage. Viele Paten übernehmen zusätzlich ein größeres praktisches Geschenk gemeinsam mit den anderen Paten.
Ist eine Wunschliste zur Taufe angemessen?
Ja, wenn sie als Hilfe formuliert ist und Raum für Eigenes lässt. Die meisten Gäste sind froh, nicht raten zu müssen — gerade bei einem Anlass, bei dem man nichts falsch machen möchte.
Lohnt sich Mieten bei Babyausstattung?
Bei allem, was nur wenige Monate im Einsatz ist, oft schon. Eine Federwiege etwa wird meist im ersten halben Jahr gebraucht. Bei uns wird die gezahlte Miete zu 100 % angerechnet, falls es doch bleiben soll.




